So arbeitet Silverline mit Cash Flow
Kurze Regeln statt Textwüste: Vermögen, Verpflichtungen, Annuals, Events – und wie alles im Jahresforecast zusammenläuft.
Vermögen: 4 Arten
Vermögen ist nicht gleich verfügbar. Entscheidend ist, wie es durch die Liquidität fliesst.
Liquidität
Bank · Cash · Reserve
- Alle Einnahmen landen zuerst hier.
- Alle Ausgaben & Events gehen von hier weg.
- Reinvest/Transfers starten aus der Liquidität.
Merksatz: Liquidität ist die Drehscheibe.
Investiert
ETF · Wertschriften
- Investieren = Umlagerung: Liquidität → Investiert.
- Kursgewinne sind kein Cash Flow.
- Dividenden/Zinsen sind Cash Flow → Liquidität.
Merksatz: Rendite ≠ Zahlungsfähigkeit.
Gebunden
Immobilie · 3a
- Kauf/Einzahlung: Liquidität → gebunden.
- Erträge (z. B. Miete) → Liquidität.
- Für kurzfristige Finanzierung ungeeignet.
Merksatz: Stabil, aber nicht frei verfügbar.
Zweckgebunden
Sparziel (Auto, Renovation)
- Zuweisung: Liquidität → Zweck-Topf.
- Beim Kauf: Zweck-Topf → Event (über Liquidität).
- Schützt vor „Verkauf zur Unzeit“.
Merksatz: Ziele brauchen eigene Töpfe.
Verpflichtungen: nach Zeithorizont
Nicht jede Verpflichtung ist gleich gefährlich. Entscheidend ist, ob du sie jederzeit aus Liquidität/Annuals decken kannst.
Kurzfristig (0–12 Monate)
- Lebenshaltung, Versicherungen, Steuern.
- Finanzierung: laufende Annuals.
Mittelfristig (1–5 Jahre)
- Auto, grössere Anschaffungen, Renovationen.
- Finanzierung: Zweckvermögen / geplante Events.
Langfristig (5+ Jahre)
- Hypothek, Unterhalt, Ruhestandsphase.
- Finanzierung: Annuals + Strategie (Entnahmen/Reinvest).
Gebunden (vertraglich fix)
- Leasing, Kredite, fixe Verträge.
- Muss jederzeit durch Liquidität/Annuals gedeckt sein.
Warnsignal: gebunden + kleiner Puffer = kritisch.
Annuals: regelmässiger Cash Flow
Einnahmen und Ausgaben pro Jahr. Silverline „routet“ alles über die Liquidität.
Annual-Einnahmen
Lohn · Rente · Mieten
- Grundregel: Einnahmen → Liquidität.
- Von dort: Pflichtausgaben, Verpflichtungen, Sparziele, Reinvest.
Annual-Ausgaben
Leben · Steuern · Versicherungen
- Grundregel: Ausgaben werden aus Liquidität bezahlt.
Pensionierung: Unterdeckung ist nicht automatisch falsch
In der Erwerbsphase ist eine Lücke ein Warnsignal. In der Pensionierung kann sie Teil der Strategie sein.
Geplanter Vermögensverzehr
- Annual-Ausgaben > Annual-Einnahmen – bewusst.
- Entnahmestrategie definiert Quelle & Tempo.
Ungeplanter Vermögensverzehr
- Lücke ohne Plan/Zeithorizont.
- Risiko: Vermögen schneller aufgebraucht als gedacht.
Silverline macht sichtbar: Höhe der jährlichen Lücke · Finanzierungsquelle · Reichweite des Vermögens.
Events: einmalig, aber mit grosser Wirkung
Bonus, Erbschaft, Kauf, Renovation – Events verändern die Liquidität sprunghaft.
Einnahmen-Events
- Bonus, Erbschaft, Verkauf, Rückzahlung.
- Flow: Event → Liquidität → Entscheidung (Reserve/Reinvest/Tilgung).
Ausgaben-Events
- Auto, Renovation, Ausbildung, Sondertilgung.
- Finanzierung: Liquidität · Zweckvermögen · Entnahme/Verkauf.
Jahresforecast: die Zusammenführung
Alles läuft in der Liquidität zusammen – jahresweise gerechnet.
Liquidität im Jahr
Start + Annual-Einnahmen − Annual-Ausgaben ± Events − Transfers/Reinvest = End-Liquidität
Drei Kernfragen: Zahlungsfähigkeit (Liquidität) · Tragbarkeit (Annuals vs. Verpflichtungen) · Strategie (Reinvest/Entnahme vs. Zeithorizont)